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Burg Brandenstein


36381 Schlüchtern

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Die Burg Brandenstein ist eine hochmittelalterliche Burg bei Schlüchtern-Elm in Osthessen.

Die Burg liegt in der Region Bergwinkel. Die Lage bietet einen guten Ausblick über das Kinzigtal.

Das erste feste Gebäude an Stelle der Burg Brandenstein wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut. Die Burg Brandenstein wurde 1278 erstmals als Besitz von Hermann von Brandenstein urkundlich erwähnt.

1316 gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Hanau. Sie erhielten sie als Lehen vom Bischof von Würzburg. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurden größere Umbauten an der Befestigung durchgeführt.

Es folgen „schwierige“ Jahrhunderte. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg in der Brandensteiner Fehde teilweise zerstört. Mit dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Philipp Reinhard, fiel die Burg zunächst an Hessen-Kassel (später Kurhessen) und mit dem Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 an Preußen.

Seit 1872 wird der Burgberg von der Bahnstrecke Flieden–Gemünden mit dem Brandensteintunnel (144 m) durch- und unterquert.

1895 kam die Burg wieder in die Hände eines Brandensteiners: Der württembergische Offizier Gustav von Brandenstein kaufte die Burg. Er ließ sie renovieren und zog ein Jahr später dort ein. 1905 übernahm dann Alexander von Brandstein den Besitz. Er heiratete 1909 die Tochter des legendären Grafen Ferdinand von Zeppelin und wurde anlässlich der Hochzeit durch König Wilhelm II. von Württemberg zum Grafen ernannt. Nun trug er den Familiennamen Brandenstein-Zeppelin.

Bis heute ist die Burg im Besitz der Familie. Eigentümer der Burg ist heute Graf Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin.

Seit 1970 befindet sich im einstigen Pferdestall ein Holzgerätemuseum. Über 800 hölzerne Gegenstände – von der handgeschnitzten Wäscheklammer bis zur Mehlsackausklopfmaschine – wurden hier zusammengetragen. Seit einigen Jahren wird der Ausstellungsbereich auch zunehmend auf die allgemein zugängliche Hoffläche ausgeweitet. Im Obergeschoss kann eine Sammlung zum Leben und Wirken des Mediziners und Japan-Forschers Philipp Franz von Siebold besichtigt werden.