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Kirchen in Hirschberg


69493 Hirschberg

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Katholische Kirche Leutershausen
(Bild 1 und 2)

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kam es zu einem Platztausch zwischen der Kirchenbehörde - Leutershausen gehört seit 1827 zu der in jenem Jahr neu gebildeten Erzdiözese Freiburg - und dem Grafen Theodor von Wiser. Dieser überließ der katholischen Gemeinde einen Teil seines Gemüsegartens, des früheren "Wassergartens", dafür erhielt der Graf den bisherigen Kirchplatz vor dem Schloß. Der "Wassergarten" lag an der Stelle, wo vor 1611 ein Adelshof der Familie von Hirschberg gestanden hatte und trug seinen Namen wegen seiner Nachbarschaft zum Lindenbrunnen im ältesten Ortskern und zum Dorfbach. Unter Pfarrer Kästel entstand auf diesem Gelände nach den Plänen des Erzbischöflichen Bauamtes in Heidelberg in den Jahren 1905-1907 die neue Pfarrkirche in neugotischem Stil. Sie ist ebenfalls wieder dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Beim Bau des Chores stieß man auf den geplättelten Boden einiger Stuben. Die Kirche steht also auf den Grundmauern des alten Hirschberger Lehenshofes.

Der neugotische Hochaltar wurde, wie alle Altäre, 1908 von Pius Hausch aus Horb, geschnitzt. Er zeigt in der Mitte die Darstellung der Taufe Jesu im Jordan. Links: Jesus übergibt Petrus die Schlüssel des Himmelreiches. Rechts: Die Bekehrung des Apostels Paulus. Rechts und links über dem Tabernakel zwei Engel mit Marterwerkzeugen. Auf der Predella rechts und links neben dem Tabernakel sind die zwölf Apostel dargestellt, gemalt von W. Klink, 1908. Der linke Seitenaltar ist dem heiligen Wendelin geweiht. Die Halbplastik des Altarbildes zeigt den Heiligen, der besonders in ländlichen Gegenden verehrt wird. Der Altar erinnert an die Wendelinskapelle, die früher an der Ecke Großsachsener Straße/Kapellenweg gestanden hat. Auf der Predella finden wir die Darstellung einer biblischen Szene: Der reiche junge Mann kann die Forderung Jesu nicht erfüllen, alles den Armen zu geben, um in den Himmel zu gelangen.

An der rechten Seite der Kirche befindet sich ein besonderer Chor mit dem Marienaltar, der das barocke schwarze Gnadenbild von Loreto birgt. Der Altar ist ein Meisterwerk der Holzschnitzerei. Wie ein mächtiger, prächtig verzierter Rahmen umschließt er das Gnadenbild. Links im Geäst und Geranke ist ein Vogelnest zu sehen: auch die Kreatur singt das Lob der Gottesmutter.


Evangelische Kirche Leutershausen
(Bild 3)

Seit alters her ist der massive Turm der evangelischen Kirche ein Wahrzeichen von Leutershausen. Seit etwa einem halben Jahrtausend grüßt er von einem Hügel des Vorgebirges des Odenwaldes in die Rheinebene hinaus. Wie stolz mag er ausgeschaut haben, als er noch sein hohes, spitzes, gotisches Dach trug.

Auf diesem Kirchhügel stand schon vor mehr als 1000 Jahren eine Kirche. Die erste Erwähnung einer Kirche stammt aus dem Jahre 877 im Lorscher Codex. Wie diese erste Kirche ausgesehen hat, ist nicht bekannt. Die Quellen schweigen bisher. Eine ihrer Nachfolgerinnen stand bis zum Jahre 1780. Sie wurde zusammen mit dem Turm im 14. Jahrhundert erbaut.

Heute noch erinnert das Wappen der Hirschberger in der Turmwand an ihre Erbauer. In der Reformationszeit wurde sie evangelisch. Sie war im gotischen Stil erbaut, war dreischiffig und besaß einen geräumigen Chor, der durch drei Triumphbögen mit dem Schiff verbunden war. Baupflichtig bis ins 19. Jahrhundert hinein waren die jeweiligen Ortsherren als Nachfolger der Hirschberger, zuletzt die Grafen von Wiser. Seither hat die evang. Kirchengemeinde die alleinige Baupflicht.

1705, bei der Pfälzer Kirchenteilung, fiel sie den Reformierten zu. Der Chorraum wurde durch einen Vertrag den Katholiken überlassen. Er wurde durch eine Mauer vom Kirchenschiff getrennt. Infolge von Zwistigkeiten über die Baupflicht verfiel die Kirche immer mehr.
1756 warf ein schwerer Sturm das Dach vom Turm herab, so dass dieser bis zum Jahr 1812 ohne Dach stand. Erst dann erhielt er das heutige Dach.
1780 wurde die Kirche vollständig abgebrochen, und eine neue erstellt, jedoch ohne Chor, da die Katholiken sich 1752 eine Kirche beim Schloss erbaut hatten.
1814 wurde die Kirche nach Osten erweitert, 1898 der Chor angebaut und eine vollständige Renovierung durchgeführt.
Weitere Renovierungen waren 1935, 1973 und 1994 bis 1995. Bei der Renovierung 1973 erhielt die Kirche ein neues Gestühl und einen neuen Fußboden. 1994 bis 1995 wurden außerdem der Turm, und das Kirchenschiff Außen komplett instand gesetzt. Des weiteren baute man 1991 bis 1992 eine neue Heizung ein und renovierte die Orgel.
Der Turm beherbergt 5 Glocken, deren älteste 1812 in Frankfurt am Main gegossen wurde. Im 1. Weltkrieg mussten 2, im 2.Weltkrieg drei Glocken abgegeben werden. Die Kirchengemeinde konnte 1950 ein neues, vierstimmiges Geläute anschaffen.