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Kirchen in Schriesheim


69198 Schriesheim

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Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts stand nahe der Gaulsbrücke über dem Kanzelbach im eigentlichen alten Dorfkern die Dorflinde neben der ehemaligen Dorfkirche, die im westlich gelegenen Dreieck zwischen Bachgasse, Talstraße und Schmaler Seite lag. Ortsheiliger Schriesheims war im Mittelalter St.Vitus, dem auch die alte Dorfkirche geweiht war. Von dieser alten Dorfkirche ist nichts mehr erhalten.

Der Bau der Stadtkirche, am Ort der heutigen evangelischen Kirche, wurde wohl im Jahre 1243 begonnen, wie Münzfunde aus dem Grundstein nahelegen. Dieses Kirchengebäude hatte im Laufe der Jahrhunderte aber so gelitten, dass in der Mitte des 18. Jahrhunderts nur eine sehr aufwändige und teure Renovierung oder ein völliger Neubau in Frage kamen. Man entschied sich für einen Neubau, der zwischen 1748 und 1751 ausgeführt wurde.

Die beiden nach dem 30-jährigen Krieg langsam entstandenen katholischen und lutherischen Gemeinden haben nach gut einem Jahrzehnt des Simultaneum in der alten Stadtkirche zu Beginn des 18. Jahrhunderts eigen Kirchen gebaut. 1711 baute die katholische Gemeinde mit großzügiger Unterstützung der Obrigkeit eine eigene Kirche, die heute noch die katholische Kirche Schriesheims ist.

Zwischen 1708 und 1711 baute die lutherische Gemeinde unter großen Anstrengungen ein kleines Kirchlein in der heutigen Lutherischen Kirchgasse, das eine wechselvolle Geschichte erleben sollte. Nach der Zwangsunion zwischen Lutheranern und Reformierten zur Badischen Landeskirche wurde der Bau an den ortsansässigen Simon Oppenheimer verkauft und 1839 errichtete die jüdische Gemeinde eine Synagoge im östlichen Teil des Gebäudes. Diese Synagoge wurde am 9. November 1938 geplündert, was jedoch nur noch Seligmann Fuld als letzter zu dieser Zeit in Schrieheim lebender Jude noch erleben musste, der daraufhin auch nach Amerika auswanderte. Im Jahre 1954 errichtete die neuapostolische Gemeinde in der ehemaligen Synagoge einen Gottesdienstraum.

Die Baptistengemeinde bezog ebenfalls im Jahre 1954 eine eigene, neuerrichtete kleine Kirche in der oberen Bahnhofstraße.