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Burg Hirschhorn
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Burg Hirschhorn


69434 Hirschhorn

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Burg Hirschhorn befindet sich auf einem nach Süden weisenden Sporn des Stöckbergs unmittelbar oberhalb der Hirschhorner Altstadt. Sie ist strategisch günstig so positioniert, dass von ihr aus das Neckartal sowie die Ausgänge des Finkenbachtals und des Ulfenbachtals kontrolliert werden konnten.

Bedingt durch den Umstand, dass die Burg mit mehreren Bauphasen über 800 Jahre lang erhalten geblieben ist, sowie durch die bis an die Hirschhorner Altstadt heranreichenden verwinkelten Befestigungswerke erschließt sich die Struktur der insgesamt recht weitläufigen Burganlage erst auf den zweiten Blick.
Der gesamte Komplex setzt sich im Wesentlichen aus Hauptburg, sowie oberer und unterer Vorburg zusammen.

Der Ursprung der Burg und die heute noch sichtbaren ältesten Bestandteile der Anlage befinden sich im Bereich der Kern- oder Hauptburg, dem höchstgelegenen Teils der Burg Hirschhorn. Augenfällig aus dieser frühen Bauphase ist insbesondere die nach Norden weisende mächtige Schildmauer hinter dem bis zu 15 m tiefen Halsgraben im Bereich des heutigen Parkplatzes. Ebenfalls zur Kernburg gehören der alte Palas (frühes 14. Jh., Umbau Mitte des 14. Jh., neuerlicher Umbau nach Einsturz im frühen 19. Jh.) mit dem angegliederten Bergfried und einer renaissancezeitlichen Erweiterung des Palas, dem sogenannten Hatzfeld-Bau (Ende 16. Jh.).

Unmittelbar unterhalb der Kernburg schließt an diese im Südwesten die obere Vorburg an, die der vom Parkplatz aus kommende Besucher der Anlage als erstes betritt. Die obere Vorburg ersetzte im 15. Jahrhundert einen älteren Zwinger des 14. Jahrhunderts. Ihre wichtigsten Bestandteile sind eine Bastion, deren Aufgabe es wohl war, den Zugang zum nördlichen Tor zu überwachen, und ein westlicher Eckturm, der sogenannte Gefängnisturm. Von der unteren Vorburg setzt sie sich im Süden durch eine Mauer und ein in diese integriertes zweigeschossiges Torhaus ab. Unmittelbar westlich des Torhauses befindet sich noch ein großer Brunnen, ansonsten ist der Innenbereich der oberen Vorburg bebauungsfrei.

Die untere Vorburg entstand in derselben Zeit wie die obere Vorburg. In ihr befinden sich der Marstall, eine kleine Burgkirche und einige weitere Gebäude. Der äußerste südliche Wehrturm der unteren Vorburg ist gleichzeitig Bestandteil der Stadtmauern von Hirschhorn. Wie an keiner anderen Stelle wird hier der architektonische Zusammenhang zwischen Burg- und Stadtbefestigung deutlich. Die Befestigungsanlagen der Vorburgen und der Stadt dürften wohl aus einer Hand geplant [1] und unter Hans von Hirschhorn [2] um 1391 begonnen und im ersten Viertel des 15. Jahrhunderts abgeschlossen worden sein.