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Die Hinterburg


69239 Neckarsteinach

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Sie ist die älteste der vier Burgen und die Stammburg der Edelfreien von Steinach. Mit ihrem Bau wurde nach 1100 begonnen, als ihr erster Burgherr gilt Bligger I.. Aber erst sein Sohn Bligger II., der Minnesänger, baute sie zu einer monumentalen Stauferanlage aus, die ein regelmäßiges Fünfeck bildet. (Über die Bedeutung Bliggers II, siehe auch Geschichte). Original aus der Bauzeit erhalten und mit Buckelquadern ungewöhnlich aufwendig gemauert ist der ca. 20m hohe Bergfried mit bis zu 3 m dicken Mauern und dem einzigen Zugang in ca. 12m Höhe. Der heutige Treppenaufgang und die Aussichtsplattform entstanden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die schönen gotischen Fenster in der südlichen Ringmauer sind Zeugen eines schon recht aufwendigen Palas aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts erfolgten weitere Umbauten, Veränderungen und Befestigungen. Das schöne Sandsteinrelief mit der Jahreszahl 1556 unterhalb der Treppe zeigt links das Harfenwappen des Neckarsteinacher Landschads Hans Pleikard und rechts das Rabenwappen seiner Frau Anna Elisabeth von Helmstadt. Der mittelalterliche, voll ausgemauerte Brunnen im Burghof wurde 1978 bis auf 23 m Tiefe ausgegraben und dabei in 18 m Tiefe eine begehbare Abzweigung in Richtung Mittelburg festgestellt.

Die Ruine ist ebenso wie die Burgruine Schadeck Eigentum des Landes Hessen.