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Die Vorderburg auch Landschadenburg


69239 Neckarsteinach

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Die Burg wurde als dritte der vier Neckarsteinacher Burgen um 1200 von Ulrich I., Sohn des Minnesängers Bligger II. gebaut. Der Zugang erfolgte damals direkt von der Kirche den Burgberg zwischen zwei mächtigen Flügelmauern hinauf, die auch heute noch vorhanden sind. Der mächtige Bergfried und das unmittelbar angebaute dreistöckige Palasgebäude sind noch weitgehend original erhalten. Die darin heute sichtbaren Fensteröffnungen wurden mehrfach verändert: das älteste noch vorhandene spitzbogige Fenster im 2. Obergeschoß auf der Ostseite des Palas dürfte aus dem 14. Jahrhundert stammen. Der Eingang zum Burghof in Form eines spitzbogigen Tors befindet sich in der heute nur noch in Resten vorhandenen Ringmauer und trägt das Wappen der Landschaden von wahrscheinlich 1370/80. Die nördlichen Wirtschaftsgebäude wurden erst 1815 angebaut.

Wegen Verarmung des Rittergeschlechts wurde die Burg schon 100 Jahre nach ihrem Bau an die Bistümer Worms und Speyer verkauft, die Wormser Hälfte allerdings den Landschaden als Lehen und Wohnsitz gegeben. Erst ab 1474 gehört die ganze Burg wieder den Neckarsteinacher Rittern. Nach dem Aussterben der Landschaden 1653 erben die Metternichs die Burg, 1803 fällt sie - wie alle Burgen - an Hessen. 1825 kauft sie Freiherr von Dorth, der die Burg wieder bewohnbar macht und um sie herum einen Park mit besonderen Bäumen anlegt. Seit 1925 gehört sie den Freiherren von Warsberg und ist vermietet.