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Auf dem Sternweg zum Hoherodskopf

Lahntal

,

Vogelsberg

Overview
Auf dem Sternweg zum Hoherodskopf
Route:
68 km
Duration:
ca. 4 Tage
Start:
Marburg
Finish:
Ulrichstein
Type of route:
Radweg,Wanderweg
Description
Unfortunately we have no translation for this route - so we publish the german text. For translation: www.google.com

Von Marburg (Biedenkopf) bis Hoher Vogelsberg (ca 68 km)

Tageswanderungen:

    * Marburg - Amöneburg (14 km / 3 Std. 35 Min.)
    * Amöneburg - Homberg (Ohm) (15 km / 4 Std.)
    * Homberg (Ohm) - Ulrichstein (29 km / 7 Std. 30 Min.)
    * Ulrichstein - Hoherodskopf (10 km / 2 Std. 30 Min.

Einleitung

Woher der Sternweg wohl seinen Namen hat, habe ich auf meiner Wanderung durch das kleinflächige Kulturland von Marburg bis zum Hoherodskopf nicht herausfinden können. Meine Freude an dieser Wanderung durch relativ besiedlungsarmes Gebiet wurde dadurch aber keineswegs getrübt. Geologisch interessante Streckenabschnitte, viel Natur und geschichtsträchtige Bauwerke in urigen Dörfchen machen diese Wanderung zu einem schönen Erlebnis. Der eigentliche Ausgangspunkt des Sternwegs liegt an der Staumauer der Diemeltalsperre. In Marburg führt der Weg direkt am Hauptbahnhof vorbei. Die Anreise mit der Bahn bietet sich deshalb an. Kulturelle Höhepunkte der Strecke sind die hoch über dem Ohmtal thronenden Städtchen Amöneburg, Schweinsberg und Homberg (Ohm). Wobei letzteres nicht nur wegen Burg und Stadtbefestigung interessiert, sondern auch wegen dem sehenswerten Fachwerkkern und Rathaus. Ein Tip für Liebhaber kleiner Kirchen ist die Fachwerkkirche in Ruppertenrod. Das Innere ist absolut sehenswert. Um Erntedank wird dort ein Ernteteppich gelegt, so daß die Kirche doppelt sehenswert ist.

Beschreibung der Etappen

1. Wandertag
Marburg - Amöneburg

Ich freue mich darauf, am Beginn meiner ersten Etappe dem dichten Berufsverkehr in Marburg entfliehen zu können. Der Sternweg beginnt am Marburger Hauptbahnhof und führt mich an der imposanten Elisabethkirche aus dem 13. Jh. vorbei. Nur kurz verlasse ich den Weg, um auf ruhigen Nebenstraßen an der Lahn bis zur Weidenhäuser Brücke zu laufen. Ab hier folge ich wieder dem X1 Wanderzeichen, daß mich weiter stadtauswärts begleitet. Tief atme ich die frische Morgenluft ein, als ich auf laubbedeckten Forstwegen die Lahnhöhen ansteige. Dort durchwandere ich das Universitätsklinikgelände. Anschließend gelange ich in das Dörfchen Bauerbach. Weiter geht es auf einem ruhigen Wirtschaftsweg über Wiesen und Felder nach Großseelheim. Oberhalb des Dorfes lädt eine Hütte zur Rast ein, aber ich entschließe mich, weiterzuwandern. Das verschlafene Dörfchen Kleinseelheim lasse ich schnell hinter mir, und Feldwege führen mich aufwärts zur Amöneburg, wo ich den Marktplatz erreiche. Amöneburg ist reich an historischer und kultureller Bedeutung. Bodenfunde reichen bis in die jüngere Steinzeit (ca. 3000 v. Ch.), und es wird vermutet, daß hier auf dem 365 m hohen Basaltkegel bereits die Kelten eine Stadtsiedlung errichtet hatten. Amöneburg wartet mit einem Museum und Naturschutzinfozentrum auf (Mo - Sa 14 -18 Uhr, Apr -14. Nov). Besonders lohnend ist ein Spaziergang entlang der alten Ringmauer um die Oberstadt, die Aussicht ist in alle Richtungen einfach grandios. km 14


2. Wandertag
Amöneburg - Homberg (Ohm)

Nach einem guten Frühstück verlasse ich die Oberstadt von Amöneburg und wandere hinab. Beim Abstieg sind die bizarren Säulenstrukturen des Basaltes an einer Felswand deutlich zu erkennen. Nachdem ich die Unterstadt in südöstlicher Richtung hinter mir gelassen habe, gelange ich an die Brückermühle. Hier führt eine alte steinerne Brücke über die Ohm. Sie war bereits in historischer Zeit ein wichtiger Straßenübergang und ist 1264 erstmals als Steinbrücke auf dem alten Handelsweg Köln - Leipzig erwähnt. Im Hof des daneben liegenden Lokals erinnert ein steinerner Obelisk an das Gefecht der Hessen und Braunschweiger gegen die Franzosen im Jahre 1762. Auf ruhigen Wirtschaftswegen erreiche ich den Ort Rüdigheim und setze meine Wanderung nach Schweinsberg fort. Wie Amöneburg ist auch dieses Dörfchen auf einem Basaltkegel errichtet. Bereits von weitem ist die Burg mit dem gewaltigen spätmittelalterlichen Hexenturm zu sehen. Ich setze meinen Weg nach Homberg fort. Am Ortsausgang führt mich ein kleiner Steg über einen Bach auf einen Grasweg, dem ich am Feldrand langsam aufwärts folge. Beim Naturdenkmal Dicke Steine raste ich bei einer Grillhütte und wandere gestärktweiter. Der Weg führt gemächlich bergan über den Hohen Berg. Bei klarem Wetter bieten sich hier schöne Aussichten auf das Umland. Bald geht es wieder bergab. Durch Ober-Ofleiden, einem Vorort von Homberg, gelange ich in die Altstadt und stehe bald vor dem historischen Rathaus. Im 13. Jh. haben die hessischen Landgrafen hier eine Burg gebaut, die leider nur von außen zu besichtigen ist. Der trutzige Brauhausturm ist als Teil der alten Stadtbefestigung erhalten und beherbergt heute ein Museum, das nach vorheriger Absprache im Fremdenverkehrsamt besucht werden kann. km 29


3. Wandertag
Homberg - Ulrichstein

Heute habe ich eine lange Etappe vor mir und starte deshalb bereits früh am Morgen. Vom Rathaus in Homberg führt mich der Sternweg am Sportplatz vorbei ins Ohmtal. Ich gelange wieder auf ruhige Forstwege und wandere entlang einer stillgelegten Bahntrasse durch einen Mischwald. Nach der Unterführung der Autobahn A5 habe ich BurgGemünden erreicht. Das Dörfchen wird durchquert und weiter führt mich der Weg bergan durch ein großes Waldgebiet. Beim Austritt aus dem Wald liegt eine Anhöhe, der Klöpfel, vor mir. Wanderer, die eine kürzere Tagesetappe bevorzugen, sollten hier nach Überqueren des Baches geradeaus über die Anhöhe ca. 1 km weiter nach Wettsassen wandern. Hier gibt es auf dem Torwiesenhof (Pension) eine Übernachtungsmöglichkeit (Anmeldung empfehlenswert, Tel. 06400-958960). Ich setze meinen Weg zunächst am Bachlauf fort und wandere dann westlich des Geisebergs wieder ins Ohmtal hinab. Auch am Geiseberg wird Basalt abgebaut, unheimlich ragen die Abräumhalden über mir in die Höhe. Nachdem ich das Dörfchen Ruppertenrod passiert habe (sehenswerte Fachwerkkirche, Schlüssel bei Frau Horst, Tel. 06400-200384), wechsele ich über eine Brücke auf die andere Seite der Ohm und wandere unterhalb des Galgenbergs weiter. Der Weg schlängelt sich auf Wirtschaftswegen oberhalb der schmaler werdenden Ohm entlang. Vor mir ragt der 600 m hohe Felskegel von Ulrichstein mit den Ruinen der Gipfelburg empor. Ich atme noch einmal tief durch und wandere hinauf. Ein langer, aber sehr schöner Wandertag geht beim Rathaus von Ulrichstein zu Ende. Das eigentliche Wahrzeichen Ulrichsteins ist die über dem Ort gelegene Burgruine. Der Anstieg lohnt schon alleine wegen der großartigen Rundsicht über das gesamte Vogelsberggebiet und dem Vogelsberggarten. Südlich und südöstlich fällt der Blick auf den siedlungsarmen Oberwald, das Herzstück des Vogelsberges und die Wasserscheide zwischen Fulda und Main. km 58


4. Wandertag
Ulrichstein - Hoherodskopf

Ab Ulrichstein ist die Markierung des Sternwegs identisch mit der des Landgrafenwegs, und so folge ich dem roten Querbalken stadtauswärts. Nach Überqueren des Ulrichsteiner Kreuzes wandere ich ganz alleine auf langsam ansteigenden Forstwegen durch den Wald. Zahlreichen Hütten bieten bei schlechter Witterung Schutz und Rast. Ich erreiche den Landgrafenborn und wenige Schritte später die Niddaquelle. Ganz idyllisch entspringt der Fluß hier als kleines Bächlein. Später erklimme ich die Stufen zum Taufstein und Bismarckturm. Bei klarem Wetter ist die Aussicht grandios. Auch eine kleine Quelle liegt am Weg, der Bonifatiusborn. Hier soll der Heilige Bonifatius im 8. Jh. gepredigt und getauft haben. Das Informationszentrum des Naturparks befindet sich direkt am Hoherodskopf, dem Ziel, aber mich zieht es zu heißem Kakao mit Sahne in die Gaststätte auf dem Gipfel. Der Wanderparkplatz bietet noch einmal eine schöne Weitsicht, bevor ich in den Vulkan-Express-Bus nach Mücke-Flensungen steige, von wo ich dann mit dem Zug nach Marburg zurückfahre. km 68

Alle Angaben sind ohne Gewähr


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Vogelsberg Ferienhaus Kölzenhain
in 35327 Ulrichstein