Unfortunately this offerer published non but a german text. For translation: www.google.com
Kühkopf Knoblochsaue
Die Rheininsel Kühkopf entstand 1828/29 durch die Begradigung des Rheins. Das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue umfasst eine Fläche von ca. 2.370 Hektar. Dies entspricht — als Vergleichsgröße — etwa ebenso vielen Fussballfeldern. Damit ist das Naturschutzgebiet mit dem Prädikat "Europareservat" das größte im Land Hessen. Der Autoverkehr ist seit 1983 grundsätzlich von der Insel verbannt. Für die stille Erholung im Naturschutzgebiet stehen über 60 Kilometer Wander- und Radwege zur Verfügung.
Beobachtungsstände, in gebührendem Abstand zum Schutz der Tiere, bieten Einblicke auch in die sensiblen Bereiche.
Der Kühkopf und die Pflanzenwelt
Typisch für das Landschaftsbild im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue ist die Weichholzaue. Sie schließt sich an die Röhrichtzone im natürlichen Zusammenhang an, ist geprägt von den vorherrschenden Silberweiden mit alten, knorrigen, oft hohlen Stämmen, die Nist- und Zufluchtstätten für viele Vogelarten sind. An den höher gelegenen Plätzen befindet sich die Hartholzaue. Sie wird neben Eiche und Ulme durch Esche, Wildapfel, Wildbirne sowie eine Vielzahl von Sträuchern geprägt. Zu den Schönheiten des Kühkopfs zählen die Blütenteppiche der Hartholzwälder, besonders berühmt die Bestände des Bärlauchs und des Blausterns, deren Gefilde im April und Mai wahren Blütenmeeren gleichen. Unter den seltenen Pflanzengesellschaften des Naturschutzgebiets Kühkopf-Knoblochsaue stellen die Auenwiesen, gegliedert durch markante Einzelgehölze und Baumgruppen, noch eine herausragende Besonderheit dar. Besonders wertvoll sind sie, weil sie sowohl auf den feuchten Arealen als auch an trockenen Standorten liegen. Vertreten sind sowohl interessante als auch im Bestand bedrohte Pflanzenarten wie Zwergveilchen, Gräbenveilchen, Färberscharte, Kantenlauch, Echter Haarstrang, Sumpfrispengras und Kriechender Hahnenfuss. Derartige Pflanzengesellschaften sind selten anzutreffen, deshalb sind die Wiesen des Naturschutzgebiets Kühkopf-Knoblochsaue besonders schutzwürdig.
Der Kühkopf und die Tierwelt
Im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue beherbergt acht Amphibienarten. Am ehesten wird der Besucher die Erdkröte, den Grünfrosch und den Moorfrosch entdecken. Besonders das abendliche Froschkonzert zieht immer wieder viele Bewunderer an. Reptilienarten kommen zwei häufiger auf dem Kühkopf vor: Ringelnatter und Zauneidechse. Weiterhin im Naturschutzgebiet vertreten sind Reh- und Schwarzwild, zahlreiche Vogelarten wie der selten gewordene Schwarzmilan sowie rund 1.500 Arten an Käfern. Besonders stark vertreten sind Hautflügler wie die Hornisse und Schlupfwespe. Auf den Wiesen finden Schwebfliegen und Schmetterlinge ihre Lebensräume, die Wasserflächen sind Reich der Libellen, Eintagsfliegen und Mücken.