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Das heutige Schloß Reichenberg entstand als Burg Richenburg im 13. Jahrhundert, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1307. Bemerkenswert ist das Herrenhaus (Palas). Der Palas wird wegen seines gekrümmten Grundrisses der Krumme Bau genannt.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg in wechselndem adligem Besitz. Von 1876 bis 1924 wird die nun Schloß Reichenberg genannte Anlage als Privatschule für Knaben der gehobenen Stände genutzt. Danach übernimmt Familie Siefert vom Frohnhof das Schloß. Sie verkauft 1963 einige Gebäude als Ferienheim an die Deutsche Bundespost.
Im Juli 1979 kauft der gemeinnützige Verein Offensive Junger Christen (OJC) Schloß Reichenberg. Er baut es in Eigenarbeit zu einer internationalen Begegnungs- und Tagungsstätte mit einem öffentlich zugänglichen Schloßcafé um.
Kulturgeschichtlich interessant sind die Michaeliskapelle und der Renaissance-Ziehbrunnen. Die gotische Michaeliskapelle ließ der Schenk Eberhard X. im 14. Jahrhundert errichten, jedoch nicht in der Burgmitte, sondern als Teil der Wehrmauer. Die Kapelle hat die OJC in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts restauriert. Den Renaissance-Ziehbrunnen, geschmückt mit den erbachschen und dem pfälzischen Wappen, hat Graf Georg II. im 16. Jahrhundert bauen lassen.